Im Notfall
Bitte prüfen Sie vorab immer ob ein tatsächlicher Notfall vorliegt! Unnötige Anrufe über die Notrufnummern von Polizei (110) und Rettungsdienst (112) blockieren diese für wirklich wichtige und dringende Notrufe.
112: Wann rufe ich den Rettungsdienst an?
Mit der Nummer 112 erreichen Sie den Rettungsdienst. Sie ist für akute, möglicherweise sogar lebensbedrohliche Notfälle reserviert. Dazu zählen unter anderem:
- Anzeichen für einen Herzinfarkt (starker Brustschmerz, Atemnot, kalter Schweiß)
- Anzeichen für einen Schlaganfall (Seh- und Sprachstörungen, Lähmungserscheinungen)
- Unfälle mit schweren Verletzungen/hohem Blutverlust
- Ohnmacht/Bewusstlosigkeit
- Allergischer Schock (Anaphylaxie)
- Starke Schmerzen
- Schwere Verbrennungen
- Asthmaanfall (anfallsartige Atemnot)
Die 112 ist in ganz Europa kostenfrei erreichbar, auch vom Mobiltelefon, selbst ohne eingelegter Mobilfunk-Sim.
Die 5 W's: Die schnelle Info für die Einsatzkräfte
Am schnellsten und am besten vorbereitet können die Notrufzentralen reagieren, wenn sie von Ihnen gleich die wichtigsten Informationen bekommen:
- Wo ist etwas passiert?
- Was ist passiert?
- Wie viele Menschen sind betroffen?
- Welche Verletzungen oder Schäden gibt es?
- Warten Sie auf Rückfragen!
Legen Sie nicht einfach auf. Beantworten Sie Rückfragen und bleiben Sie in der Leitung, bis die Notfallzentrale das Gespräch beendet.
116117: Wann rufe ich den ärztlichen Bereitschaftsdienst an?
In dringenden, aber nicht lebensbedrohlichen Fällen wählen Sie die 116117. Typische Fälle für den Bereitschaftsdienst:
- Erkältungskrankheiten
- Grippale Infekte mit Fieber und Schmerzen
- Infektionen von Hals, Nase, Ohren (HNO)
- Magen-Darm-Infekte mit schwerem Erbrechen oder Durchfall
- Migräne
- Hexenschuss